FAQ

PRP (Plättchenreiches Plasma) in der Kinderwunschbehandlung

  • Was genau ist eine Uterus-PRP-Behandlung?

    Die PRP-Therapie (Platelet-Rich Plasma) ist ein sanftes, innovatives Verfahren, um die Gebärmutterschleimhaut optimal auf eine Schwangerschaft vorzubereiten. Aus einer kleinen Menge Ihres eigenen Blutes gewinnen wir hochkonzentriertes, plättchenreiches Plasma. Dieses ist reich an natürlichen Wachstumsfaktoren und wird direkt in die Gebärmutterhöhle eingebracht. Das Ziel ist es, den Aufbau der Schleimhaut zu regenerieren, Entzündungsprozesse zu regulieren und die Einnistungschancen eines Embryos zu verbessern.

  • Für wen ist diese Methode sinnvoll?

    Wir empfehlen die Uterus-PRP-Therapie vor allem in folgenden Situationen:

    • Wenn sich die Gebärmutterschleimhaut (trotz hormoneller Unterstützung) nicht ausreichend aufbaut.
    • Bei wiederholtem Ausbleiben einer Einnistung (Implantationsversagen) im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung.
    • Nach einer abgeheilten Endometritis: Wurde bei Ihnen mittels einer Endometriumbiopsie eine chronische Entzündung der Gebärmutterschleimhaut festgestellt und behandelt, hilft PRP dabei, das lokale Gewebe nachhaltig zu regenerieren, die Entzündungswerte im Gewebe zu senken und das Mikromilieu für eine Einnistung zu optimieren.

  • Macht PRP auch in einem ganz normalen Spontanzyklus oder bei einer sanften Hormonstimulation Sinn?

    Ja, absolut. Eine PRP-Therapie ist keineswegs an eine künstliche Befruchtung (IVF/ICSI) im Labor gebunden. Wenn Sie versuchen, auf natürlichem Weg oder durch eine sanfte hormonelle Unterstützung beim Frauenarzt (VzO – Verkehr zum Optimum) schwanger zu werden, kann PRP genau der entscheidende Baustein sein. Wenn das „Nest“ – also die Gebärmutterschleimhaut – durch vorangegangene Entzündungen oder mangelnden Aufbau nicht optimal vorbereitet ist, hilft PRP dabei, die Bedingungen für eine natürliche Einnistung spürbar zu verbessern.

  • Kann man die Uterus-PRP-Behandlung mit anderen Therapien kombinieren?

    Ja, eine Kombination ist in vielen Fällen sogar besonders effektiv. Sehr häufig kombinieren wir das Uterus-PRP mit Lipovenös- oder Immunglobulin-Infusionen. Während das PRP lokal direkt in der Gebärmutter den Schleimhautaufbau und die Geweberegeneration fördert, wirken die Infusionen systemisch auf Ihr gesamtes Immunsystem und dämpfen dort überaktive Abwehrzellen (wie natürliche Killerzellen oder Autoimmunprozesse). Zusammen bieten diese Ansätze eine hervorragende, duale Unterstützung für eine erfolgreiche Einnistung. Wir stimmen diesen kombinierten Behandlungsplan exakt mit Ihnen oder Ihrem Kinderwunschzentrum ab.

  • Führt die Gynäkologische Praxis Lunnebach auch selbst IVF oder ICSI durch?

    Nein, die laborintensiven Schritte einer künstlichen Befruchtung (wie Insemination, IVF oder ICSI) führen wir in unseren Praxisräumen nicht selbst durch. Wir haben uns bewusst darauf spezialisiert, Sie medizinisch und menschlich im Vorfeld sowie begleitend zu unterstützen. Für die eigentliche Befruchtung arbeiten wir Hand in Hand mit spezialisierten Kinderwunschzentren zusammen.

  • Mein Kinderwunschzentrum ist weit weg. Kann ich das PRP in der Gynäkologischen Praxis Lunnebach machen lassen?

    Ja, sehr gerne – und genau hier möchten wir Sie entlasten. Eine Kinderwunschbehandlung fordert Paaren logistisch und emotional viel ab. Wenn Ihr betreuendes Zentrum weit entfernt liegt, bedeuten zusätzliche Termine oft puren Stress. Sie können die PRP-Behandlung ganz unkompliziert bei uns in der Praxis durchführen lassen. Wir übernehmen die Untersuchung und Behandlung direkt vor Ort, sodass Ihnen weite Anfahrtswege und wertvolle Zeit erspart bleiben.

  • Wie läuft die Zusammenarbeit mit meinem Kinderwunschzentrum ab?

    Die Behandlung wird zeitlich exakt auf den Therapieplan Ihres Zentrums abgestimmt (meist wenige Tage vor dem geplanten Embryotransfer oder im Vorbereitungszyklus). Wir dokumentieren das Verfahren genau und übermitteln alle relevanten Befunde direkt an Ihr Kinderwunschzentrum, damit dort der Zyklus nahtlos und ohne Verzögerung weitergeführt werden kann.

  • Wie genau laufen die Untersuchung und Behandlung in der Praxis ab?

    Der gesamte Termin dauert inklusive Vorbereitung etwa eine Stunde und gliedert sich in drei einfache Schritte:

    1. Blutentnahme: Wir nehmen Ihnen eine kleine Menge Blut aus der Armvene ab – genau wie bei einer normalen Laboruntersuchung.
    2. Aufbereitung (Zentrifugation): Ihr Blut wird in einem speziellen, geschlossenen Röhrchen-System zentrifugiert. Dabei trennen wir die roten Blutkörperchen vom wertvollen, plättchenreichen Plasma (PRP) und konzentrieren die körpereigenen Wachstumsfaktoren.
    3. Spülung (Instillation): Sie nehmen auf dem gynäkologischen Stuhl Platz. Nach einer kurzen Ultraschallkontrolle führen wir einen hauchdünnen, flexiblen Katheter sanft durch den Muttermund in die Gebärmutterhöhle ein und applizieren das Plasma. Danach bleiben Sie einfach noch ein paar Minuten entspannt liegen.

  • Was muss ich vor dem Eingriff beachten?

    Sie müssen für die Behandlung nicht nüchtern sein – frühstücken oder essen Sie vorher ganz normal. Bitte trinken Sie am Tag des Termins ausreichend Wasser, das erleichtert uns die Blutentnahme. Sollten Sie regelmäßig blutverdünnende Medikamente (z. B. ASS, Heparin) einnehmen, teilen Sie uns dies bitte unbedingt im Vorfeld mit, damit wir das Vorgehen genau abstimmen können.

  • Wie verhalte ich mich nach der PRP-Behandlung?

    Da es sich um ein sehr schonendes Verfahren handelt, können Sie direkt nach dem Termin Ihrem gewohnten Alltag nachgehen. Wir empfehlen Ihnen jedoch, sich für den restlichen Tag etwas Ruhe zu gönnen und auf Leistungssport zu verzichten. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, sollten Sie für ca. 48 Stunden auf Vollbäder, Schwimmbadbesuche, Saunagänge und Tampons verzichten. Auch mit dem Geschlechtsverkehr sollten Sie in dieser kurzen Zeit pausieren.

  • Welche Risiken oder Nebenwirkungen gibt es?

    Da es sich bei PRP um ein reines Eigenblutprodukt handelt, sind allergische Reaktionen oder Unverträglichkeiten praktisch ausgeschlossen. Das Verfahren gilt als äußerst sicher. Gelegentlich kann es durch das Einführen des dünnen Katheters zu leichten, menstruations-ähnlichen Beschwerden im Unterleib oder zu einer minimalen Schmierblutung kommen – beides vergeht meist sehr schnell wieder. Wie bei jedem Eingriff an der Gebärmutter besteht ein theoretisches, minimales Risiko für eine Infektion, weshalb wir unter strengsten hygienischen Bedingungen arbeiten.

  • Kann ich das PRP auch in der Gynäkologischen Praxis Lunnebach machen lassen, wenn ich einfach lieber in einer gewohnten Umgebung bleiben möchte?

    Selbstverständlich. Uns ist es eine Herzensangelegenheit, dass Sie sich in dieser sensiblen Phase rundum wohl und geborgen fühlen. Viele Patientinnen schätzen die vertraute Atmosphäre bei uns und nutzen die Möglichkeit, diesen Schritt in unserer Praxis durchführen zu lassen, sehr gerne.

Endometriumbiopsie

  • Was ist eine Endometriumbiopsie und was wird dabei untersucht?

    Eine Endometriumbiopsie ist eine kurze, schonende Entnahme einer kleinen Gewebeprobe aus der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium). Diese Probe wird in einem spezialisierten Labor feingeweblich untersucht. Im Fokus der Kinderwunschmedizin stehen dabei vor allem drei Faktoren:

    • Chronische Endometritis: Es wird nach bestimmten Abwehrzellen (Plasmazellen) gesucht, die auf eine oft völlig unbemerkte, chronische Entzündung der Schleimhaut hinweisen.
    • Killerzellen (uNK-Zellen): Es wird geprüft, ob eine immunologische Überaktivität in der Gebärmutter vorliegt, die eine Einnistung verhindern könnte.
    • Rezeptivität (Einninstellungsfenster): Bei Bedarf kann analysiert werden, ob die Schleimhaut zeitlich exakt bereit für die Aufnahme eines Embryos ist (z. B. durch den sogenannten ERA-Test).
  • Für wen ist diese Untersuchung sinnvoll?

    Wir empfehlen eine Endometriumbiopsie vor allem Patientinnen, bei denen trotz guter Voraussetzungen bisher keine Schwangerschaft eingetreten ist. Das betrifft:

    • Patientinnen mit wiederholtem Ausbleiben einer Einnistung (Implantationsversagen) nach künstlicher Befruchtung (IVF/ICSI).
    • Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch im Spontanzyklus ohne erkennbare organische Ursachen.
    • Patientinnen mit einer Vorgeschichte von wiederholten, frühen Fehlgeburten.
  • Ist eine Endometriumbiopsie auch im Spontanzyklus oder bei normalem Kinderwunsch ohne Zentrum sinnvoll?

    Ja, absolut. Das Vorliegen einer chronischen Endometritis oder erhöhter Killerzellen stört die Einnistung auf dem natürlichen Weg genauso wie bei einer künstlichen Befruchtung. Die Biopsie liefert uns wertvolle Antworten, warum es bisher im Spontanzyklus vielleicht noch nicht geklappt hat. Sollte sich dabei beispielsweise eine Entzündung zeigen, können wir diese gezielt behandeln und das Gewebe im Anschluss direkt bei uns in der Praxis – z. B. mittels einer regenerierenden Uterus-PRP-Therapie – optimal auf eine natürliche Schwangerschaft vorbereiten.

  • Macht es Sinn, die Biopsie mit Therapien wie Lipovenös- oder Immunglobulininfusionen zu kombinieren?

    Ja, genau das ist der therapeutische Schritt nach der Diagnostik. Die Endometriumbiopsie zeigt uns, ob Handlungsbedarf besteht. Findet das Labor beispielsweise eine erhöhte Anzahl an natürlichen Killerzellen (uNK-Zellen) im Gewebe, ist dies die direkte medizinische Indikation für eine begleitende Immuntherapie. In den darauffolgenden Zyklen kombinieren wir dann den anstehenden Versuch (ob im Spontanzyklus oder im Zentrum) gezielt mit Lipovenös- oder Immunglobulin-Infusionen, um das Immunsystem zu regulieren. Die Biopsie ist somit der Schlüssel für Ihren ganz persönlichen, maßgeschneiderten therapeutischen Behandlungsplan.

  • Mein Kinderwunschzentrum ist weit weg. Kann ich die Biopsie in der Gynäkologischen Praxis Lunnebach machen lassen?

    Ja, sehr gerne. Eine Biopsie muss zu einem ganz exakten Zeitpunkt im Menstruationszyklus durchgeführt werden (meist in der zweiten Zyklushälfte, ca. 5 bis 9 Tage nach dem Eisprung). Wenn Ihr betreuendes Zentrum weit entfernt liegt, bedeutet die präzise Terminplanung oft großen organisatorischen Aufwand und Stress. Sie können diesen kurzen Eingriff unkompliziert und in entspannter Atmosphäre direkt bei uns in der Praxis vornehmen lassen. Wir senden die Proben ins Labor und übermitteln die Befunde direkt an Sie und Ihr Zentrum.

  • Wie läuft die Untersuchung in der Praxis ab?

    Die Untersuchung ist ein kurzer Routineeingriff und dauert meist nur wenige Minuten:

    1. Vorbereitung: Die Untersuchung erfolgt auf dem gynäkologischen Stuhl, ähnlich wie bei einer normalen Krebsvorsorge. Zunächst wird die Lage der Gebärmutter per Ultraschall dargestellt.
    2. Gewinnung der Probe: Wir führen ein hauchdünnes, flexibles Kunststoffrörchen (eine sogenannte Pipelle) sanft durch den Muttermund in die Gebärmutterhöhle ein. Durch einen leichten Unterdruck wird eine winzige Menge Schleimhautgewebe angesaugt.
    3. Abschluss: Das Röhrchen wird entfernt und das Gewebe für den Versand ins Labor vorbereitet. Nach einer kurzen Ruhephase können Sie die Praxis direkt wieder verlassen.

  • Ist die Endometriumbiopsie schmerzhaft?

    Das Einführen des dünnen Katheters und das Absaugen der Gewebeprobe dauert nur wenige Sekunden. Die meisten Patientinnen beschreiben das Gefühl dabei als ein kurzes Ziehen im Unterleib, das stark an einen normalen Menstruationsschmerz erinnert. Ein echter Schmerz ist es in der Regel nicht. Wenn Sie sehr schmerzempfindlich sind, können Sie etwa eine Stunde vor dem Termin nach Rücksprache mit uns eine leichte Schmerztablette (z. B. Ibuprofen) einnehmen.

  • Was muss ich vor der Biopsie beachten?

    Der wichtigste Faktor ist der exakte Zeitpunkt im Zyklus, den wir im Vorfeld genau mit Ihnen (oder Ihrem Zentrum) abstimmen. Sie müssen für den Eingriff nicht nüchtern sein. Bitte teilen Sie uns unbedingt mit, wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen. Ganz wichtig: Eine Schwangerschaft muss im aktuellen Biopsie-Zyklus sicher ausgeschlossen sein, weshalb wir Ihnen in diesem Monat zu geschütztem Geschlechtsverkehr raten.

  • Wie verhalte ich mich nach der Untersuchung?

    Nach der Biopsie können Sie sofort wieder Ihrem gewohnten Alltag nachgehen und auch Auto fahren. Da der Muttermund durch den dünnen Katheter minimal gedehnt wurde, kann es für 1 bis 2 Tage zu einer leichten Schmierblutung oder einem sanften Ziehen im Unterleib kommen – das ist völlig normal. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, verzichten Sie bitte für ca. 3 bis 5 Tage auf Vollbäder, Schwimmbäder, Saunagänge, die Nutzung von Tampons sowie auf Geschlechtsverkehr.

  • Welche Risiken gibt es?

    Die Endometriumbiopsie ist ein etabliertes, sehr sicheres Verfahren. Extrem selten kann es zu einer Infektion der Gebärmutter oder zu einer etwas stärkeren Blutung kommen. Da wir unter strengsten sterilen und hygienischen Bedingungen arbeiten, sind diese Komplikationen in unserer Praxis jedoch absolute Ausnahmen.

Lipovenös-Infusion

  • Was sind Lipovenös-Infusionen und wie wirken sie?

    Lipovenös ist eine klinisch erprobte Fettemulsion auf Sojabasis, die ursprünglich aus der Intensivmedizin stammt. Im Rahmen der Kinderwunschmedizin wird sie als sanfte Immuntherapie eingesetzt. Die enthaltenen Fettsäuren haben eine regulierende Wirkung auf das Immunsystem: Sie können eine Überaktivität bestimmter Abwehrzellen (insbesondere der natürlichen Killerzellen / NK-Zellen) dämpfen. Das Ziel ist es, die immunologische Akzeptanz der Gebärmutter gegenüber dem Embryo zu verbessern und so eine erfolgreiche Einnistung zu unterstützen.

  • Für wen ist diese Methode sinnvoll?

    Diese Therapie wird häufig Patientinnen empfohlen, bei denen immunologische Ursachen für das Ausbleiben einer Schwangerschaft vermutet oder nachgewiesen wurden. Dazu gehören:

    • Wiederholtes Ausbleiben einer Einnistung (Implantationsversagen) trotz qualitativ guter Embryonen.

    • Eine Vorgeschichte mit wiederholten, frühen Fehlgeburten (habitueller Abort).

    • Diagnostisch nachgewiesene, erhöhte Werte von natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) im Blut oder in der Gebärmutterschleimhaut.


  • Macht eine Immuntherapie mit Lipovenös auch ohne künstliche Befruchtung im Spontanzyklus Sinn?

    Ja, absolut. Wenn bei Ihnen eine immunologische Fehlregulation (wie z. B. erhöhte NK-Zellen) vorliegt, kann diese die Einnistung stören – ganz egal, ob der Embryo durch eine künstliche Befruchtung oder auf ganz natürlichem Weg im Spontanzyklus entsteht. Auch im Rahmen einer sanften hormonellen Stimulation (VzO Verkehr zum Optimum) setzen wir Lipovenös-Infusionen erfolgreich ein, um dem Körper zu helfen, die Schwangerschaft von Anfang an zu akzeptieren.

  • Macht es Sinn, die Lipovenös-Infusionen mit anderen Verfahren wie Uterus-PRP oder Immunglobulinen zu kombinieren?

    Ja, das ist ein moderner und sehr ganzheitlicher Ansatz. Wir kombinieren diese Verfahren in unserer Praxis regelmäßig, da sie sich in ihrer Wirkung perfekt ergänzen:

    • Kombination mit Uterus-PRP: Die Infusion reguliert Ihr Immunsystem auf systemischer Ebene im gesamten Körper, während das PRP lokal direkt in der Gebärmutter arbeitet, um die Schleimhaut zu regenerieren.
    • Kombination mit Immunglobulinen (IVIG): Bei besonders ausgeprägten immunologischen Befunden oder Autoimmunprozessen kann eine aufeinander abgestimmte Gabe von Lipovenös und Immunglobulinen sinnvoll sein, um das Immunsystem von verschiedenen Seiten sanft zu modulieren.
  • Mein Kinderwunschzentrum ist weit weg. Kann ich die Infusionen in der Gynäkologischen Praxis Lunnebach erhalten?

    Ja, sehr gerne – das ist ein großer organisatorischer Vorteil für Sie. Da Lipovenös-Infusionen nach einem genauen Zeitplan und in regelmäßigen Abständen (oft alle zwei bis drei Wochen ab dem Vorbereitungszyklus bis in die Frühschwangerschaft hinein) gegeben werden, bedeutet das viele Wege. Wenn Ihr betreuendes Zentrum weit entfernt liegt, ist das im Alltag kaum zu bewältigen. Sie können die Infusionen ganz entspannt bei uns in der Praxis erhalten, was Ihnen viel Fahrtzeit und Stress erspart.

  • Wie läuft die Behandlung in der Praxis ab?

    Die Behandlung ist unkompliziert und läuft ab wie eine klassische Infusion:

    1. Vorbereitung: Sie machen es sich auf einer unserer Liegen bequem. Wir legen Ihnen einen kurzen, dünnen Venenzugang (meist am Arm oder Handrücken).
    2. Die Infusion: Die Lipovenös-Emulsion wird langsam und schonend über die Vene verabreicht. Damit der Körper die Fettsäuren optimal aufnehmen kann, läuft die Infusion langsam ein.
    3. Dauer: Planen Sie für den Termin bitte etwa 60 bis 90 Minuten ein. Nutzen Sie die Zeit gerne, um ein Buch zu lesen, Musik zu hören oder einfach ein wenig zu entspannen. Danach entfernen wir den Zugang und Sie können direkt wieder in Ihren Alltag starten.

  • Was muss ich vor und nach der Infusion beachten?

    • Vor dem Termin: Sie müssen für die Infusion nicht nüchtern sein – im Gegenteil: Essen Sie vorher eine Kleinigkeit und trinken Sie ausreichend Wasser oder Tee. Das stabilisiert den Kreislauf und erleichtert das Finden einer geeigneten Vene.
    • Nach dem Termin: Es gibt keine Einschränkungen. Sie sind direkt im Anschluss voll einsatzfähig, dürfen Auto fahren und Ihrem gewohnten Alltag oder der Arbeit nachgehen.

  • Welche Risiken oder Nebenwirkungen gibt es?

    Lipovenös-Infusionen gelten als sehr sicher und gut verträglich. Da es sich um eine Emulsion auf Sojabasis handelt, darf die Therapie bei einer bekannten, schweren Soja- oder Erdnussallergie nicht durchgeführt werden. Während der Infusion kann es in seltenen Fällen zu leichten, vorübergehenden Kreislaufreaktionen, einem Wärmegefühl oder leichtem Frösteln kommen. Unser Praxisteam überwacht Sie während der gesamten Zeit, sodass wir jederzeit für Ihr Wohlbefinden sorgen können.

  • Wie läuft die Regelung mit meinem Kinderwunschzentrum ab?

    Wenn Sie in einem Zentrum in Behandlung sind, arbeiten wir eng mit diesem zusammen und halten uns exakt an das dort empfohlene Protokoll. Meist startet die erste Infusion einige Tage vor dem geplanten Embryotransfer oder dem Eisprung. Bei Eintritt einer Schwangerschaft wird die Therapie oft bis zur 10. oder 12. Schwangerschaftswoche fortgeführt, um die Frühschwangerschaft immunologisch zu schützen. Wenn Sie im Spontanzyklus bei uns betreut werden, passen wir den Plan individuell an Ihren Zyklus an.

Immunglobulin-Infusion

  • Was genau ist eine Immunglobulintherapie und wie wirkt sie?

    Immunglobuline (auch IVIG genannt) sind hochkonzentrierte Antikörper (Proteine), die aus dem Blutplasma gesunder Spender gewonnen und hochgradig gereinigt werden. In der Kinderwunschmedizin nutzen wir sie als gezielte Immuntherapie. Wenn das körpereigene Immunsystem der Mutter zu aktiv ist, besteht das Risiko, dass es den Embryo fälschlicherweise als „Fremdkörper“ einstuft und abstößt. Immunglobuline wirken hier wie ein sanfter Regulator: Sie modulieren die mütterliche Immunantwort, dämpfen Fehlreaktionen und schaffen so eine schützende Umgebung für den Embryo, damit eine erfolgreiche Einnistung und Weiterentwicklung gelingen kann.

  • Für wen ist diese Methode sinnvoll?

    Die Therapie mit Immunglobulinen kommt vor allem bei komplexeren immunologischen Befunden zum Einsatz. Sie ist besonders sinnvoll bei:

    • Wiederholtem Ausbleiben einer Einnistung (Implantationsversagen) im Rahmen von IVF/ICSI-Behandlungen trotz genetisch unauffälliger Embryonen.
    • Einer Vorgeschichte von wiederholten, ungeklärten Fehlgeburten (habitueller Abort).
    • Diagnostisch nachgewiesenen Autoimmunprozessen (z. B. dem Antiphospholipid-Syndrom, erhöhtem ANA-Titer) oder einer stark ausgeprägten Überaktivität der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen).

  • Macht die Gabe von Immunglobulinen auch im Spontanzyklus oder bei einer sanften Hormonstimulation Sinn?

    Ja, auf jeden Fall. Wenn eine immunologische Barriere vorliegt, ist diese unabhängig davon aktiv, ob der Embryo im Labor oder auf ganz natürlichem Weg im Spontanzyklus oder bei einer Stimulation durch den Frauenarzt entsteht. Das Immunsystem unterscheidet hier nicht. Wenn bei Ihnen entsprechende Antikörper oder Immunzellen nachgewiesen wurden, unterstützen die Immunglobuline die Einnistung im ganz normalen Zyklus genauso effektiv wie im Rahmen einer künstlichen Befruchtung.

  • Kann die Immunglobulintherapie mit anderen Verfahren wie Uterus-PRP oder Lipovenös kombiniert werden?

    Ja, das ist in der modernen Kinderwunschmedizin ein etablierter Ansatz. Da die verschiedenen Therapien an unterschiedlichen Punkten ansetzen, ergänzen sie sich hervorragend:

    • Kombination mit Uterus-PRP: Das PRP bereitet das Gewebe lokal direkt in der Gebärmutter vor, während die Immunglobuline das Immunsystem systemisch im gesamten Körper balancieren.
    • Kombination mit Lipovenös: Bei besonders ausgeprägten Befunden kann eine Kombination aus Lipovenös und Immunglobulinen sinnvoll sein, um eine maximale, aber dennoch sanfte Regulation über verschiedene immunologische Signalwege zu erreichen.

  • Mein Kinderwunschzentrum ist weit weg. Kann ich die Infusionen auch in der Gynäkologischen Praxis Lunnebach erhalten?

    Ja, sehr gerne – und genau hier liegt Ihre spürbare Entlastung. Eine Immunglobulintherapie erfordert ein engmaschiges Zeitschema: Die Infusionen werden meist kurz vor dem Eisprung bzw. Embryotransfer gestartet und müssen bei Eintritt einer Schwangerschaft in den ersten Wochen regelmäßig (oft alle 3 bis 4 Wochen) wiederholt werden. Wenn Ihr betreuendes Zentrum weit entfernt liegt, ist das eine enorme Belastung im Alltag. Sie können die Infusionen ganz unkompliziert bei uns in der Praxis erhalten – das spart Ihnen wertvolle Zeit, lange Autofahrten und unnötigen Stress.

  • Wie läuft die Behandlung in der Praxis ab?

    Die Verabreichung unterscheidet sich für Sie kaum von einer normalen Infusion, erfordert jedoch etwas mehr Zeit:

    1. Vorbereitung: Sie machen es sich auf einer unserer Liegen bequem. Wir legen Ihnen einen dünnen, flexiblen Venenzugang am Arm oder Handrücken.
    2. Die Infusion: Das Immunglobulin-Präparat wird langsam über die Vene verabreicht. Um die Verträglichkeit optimal zu gewährleisten, lassen wir die Infusion sehr schonend und schrittweise einlaufen.
    3. Dauer: Da es sich um ein hochkonzentriertes Eiweißprodukt handelt, muss die Infusion sehr langsam fließen. Planen Sie für den Termin bitte etwa 2 bis 3 Stunden ein. Bringen Sie sich gerne ein Buch, Kopfhörer oder etwas Arbeit mit und nutzen Sie die Zeit, um sich bei uns zu entspannen.

  • Was muss ich vor und nach der Infusion beachten?

    • Vor dem Termin: Sie müssen nicht nüchtern sein. Bitte essen Sie vorher normal und trinken Sie am Tag des Termins (und am Tag davor) besonders viel Wasser oder ungesüßten Tee. Das verdünnt das Blut leicht, schont die Venen und unterstützt die Verträglichkeit der Infusion massiv.
    • Nach dem Termin: Sie können danach ganz normal Ihrem Alltag nachgehen und sind auch fahrtauglich. Vermeiden Sie lediglich am Tag der Infusion schwere körperliche Anstrengungen oder Leistungssport.

  • Welche Risiken oder Nebenwirkungen gibt es?

    Da Immunglobuline aus menschlichem Plasma gewonnen werden, unterliegen sie den strengsten Sicherheits- und Reinigungsverfahren Europas – eine Übertragung von Krankheitserregern ist nach heutigem wissenschaftlichem Standard praktisch ausgeschlossen. Die Infusion ist in der Regel gut verträglich. Gelegentlich kann es während oder nach der Infusion zu milden, vorübergehenden Reaktionen wie leichten Kopfschmerzen, leichtem Frösteln, einem Wärmegefühl oder Müdigkeit kommen. Unser Praxisteam überwacht Sie während der gesamten Dauer der Infusion engmaschig und professionell, damit Sie sich jederzeit sicher fühlen können.

  • Wie läuft die Abstimmung mit meinem Kinderwunschzentrum ab?

    Wenn Sie an einem Zentrum angebunden sind, arbeiten wir eng mit den dortigen Kollegen zusammen und verabreichen die Infusionen exakt nach dem dort für Sie erstellten Therapieplan. Meist erfolgt die erste Gabe wenige Tage vor dem geplanten Transfer bzw. Eisprung. Bestätigt sich die Schwangerschaft, führen wir die Therapie in Absprache mit dem Zentrum meist bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels (ca. 12. Schwangerschaftswoche) fort. Wenn Sie ohne Zentrum im Spontanzyklus bei uns betreut werden, passen wir den Plan individuell an Ihren Zyklus an.

Hysterokontrast-Sonographie (HyCoSy)

  • Was ist Hysterokontrast-Sonographie (HyCoSy)?

    Hysterokontrast-Sonographie (HyCoSy)— ist ein ultraschallbasiertes Verfahren zur Untersuchung der Eileiterdurchgängigkeit und der Gebärmutterhöhle.

  • Wie läuft die HyCoSy-Untersuchung ab?

    • Über den Gebärmutterhals wird ein dünner Katheter eingeführt.
    • Ein spezielles Ultraschallkontrastmittel (eine schaumartige Substanz) wird in die Gebärmutter eingebracht.
    • Gleichzeitig wird eine transvaginale Ultraschalluntersuchung durchgeführt.
    • Das Kontrastmittel macht sichtbar, ob die Eileiter durchgängig sind und ob Anomalien (zum Beispiel Myome oder Schleimhautpolypen) in der Gebärmutterhöhle vorhanden sind.

    Die Dauer der Untersuchung beträgt in der Regel 20 - 30 Minuten.

  • Was sind die Vorteile einer HyCoSy-Untersuchung?

    • Es handelt sich um eine minimalinvasive Alternative zur operativen Abklärung der Eileiterdurchgängigkeit mittels Bauchspiegelung. 
    • Meist ist die Untersuchung ohne Narkose durchführbar.
    • Die Untersuchung geht schnell und ist gut verträglich.
    • Sie kann meistens direkt in der gynäkologischen Praxis durchgeführt werden.
  • Was sind mögliche Beschwerden nach oder Risiken durch einer HyCoSy-Untersuchung?

    • Während oder nach der Untersuchung leichte Unterleibskrämpfe auftreten.
    • Selten können Infektionen auftreten.
    • Gelegentlich kommt es zu Schmierblutungen.
    • Ein unangenehmes Druckgefühl kann durch das Kontrastmittel entstehen. 

Kinderwunschberatung und -behandlung ohne Praxiswechsel

  • Ich bin in einer anderen Frauenarztpraxis oder in einem Kinderwunschzentrum in Behandlung. Kann ich diese Leistungen in der Gynäkologische Praxis Lunnebach trotzdem in Anspruch nehmen?

    Unsere erweiterte Kinderwunschberatung sowie alle begleitenden Kinderwunschtherapien stehen ausdrücklich allen Patientinnen offen.

    Ganz egal, in welcher Frauenarztpraxis Sie sonst betreut werden oder in welchem Kinderwunschzentrum Sie aktuell in Behandlung sind: Wir sehen uns als partnerschaftliche Ergänzung und Entlastung auf Ihrer Kinderwunschreise.

    Für Ihre reguläre Vorsorge bleiben Sie einfach ganz normal bei Ihrem gewohnten Frauenarzt, und die laborintensive Hauptbehandlung findet weiterhin in Ihrem Zentrum statt. Wir übernehmen unkompliziert die Beratung und die begleitenden Termine direkt vor Ort, um Ihnen weite Anfahrtswege und Stress zu ersparen.

    Zu unserem hierfür offenstehenden Spektrum gehören:

    • Erweiterte Kinderwunschberatung (ganzheitliche Ursachensuche und Zweitmeinung)
    • Endometriumbiopsien (zur Diagnostik von Entzündungen oder Killerzellen)
    • Uterusspülungen mit PRP (Plättchenreiches Plasma)
    • Unterstützende Ultraschallkontrollen (z. B. Zyklusmonitoring oder Schleimhautmessung)
    • Lipovenös- und Immunglobulin-Infusionen
    • Begleitende Akupunkturbehandlungen zur Entspannung und Zyklusregulation

Liquidation der Kinderwunschberatung und -behandlung

  • Wie läuft die Abrechnung und Bezahlung der Kinderwunschbehandlungen ab?

    Da es sich bei diesen modernen Verfahren um hochspezialisierte Leistungen handelt, bieten wir diese in unserer Praxis ausschließlich auf Privat- bzw. Selbstzahlerbasis an. Eine direkte Abrechnung mit den gesetzlichen Krankenkassen ist uns in diesem Bereich leider nicht möglich.

    Damit Sie genau wissen, was Sie erwartet, haben wir den Ablauf für Sie ganz transparent und unbürokratisch gestaltet:

    • Kostenvoranschlag: Auf Wunsch erstellen wir Ihnen im Vorfeld gerne einen unverbindlichen Kostenvoranschlag.
    • Bezahlung vor Ort: Die Begleichung der Behandlungskosten erfolgt immer direkt im Anschluss an Ihren jeweiligen Termin bei uns in der Praxis bar oder per EC-Karte.
    • Ihre Rechnung: Sie erhalten bei jedem Termin selbstverständlich eine ordnungsgemäße, detaillierte Privatrechnung direkt von uns ausgehändigt.
    • Kostenerstattung: Mit dieser Rechnung können Sie im Nachgang versuchen, eine Erstattung bei Ihrer Kasse zu beantragen. Viele private Krankenversicherungen und zunehmend auch gesetzliche Krankenkassen übernehmen im Rahmen von freiwilligen Satzungsleistungen oder Einzelfallentscheidungen einen Teil der Kosten für innovative Kinderwunschtherapien.

Vaginale Lasertherapie mit "Juliet"-Laser

  • Wie wirkt die vaginale Lasertherapie?

    Die Behandlung mit dem minimal-invasiven Laser beruht auf den positiven Effekten von Licht, die die Vaginalschleimhaut stimulieren. Der Laser regt die Durchblutung an, wodurch die Neubildung von Elastin und Kollagen angekurbelt wird. Symptome wie Trockenheit, Juckreiz und Brenngefühl verschwinden nachhaltig. Eine milde Senkung und Inkontinenz werden deutlich gebessert.

  • Wie schmerzhaft ist die Therapie mit Juliet?

    Wir behandeln mit dem modernen und sehr sanften Erbium Yag-Laser Juliet von Asclepion. Im Gegensatz zu einem CO2-Laser, wie beispielsweise der Mona Lisa Touch Laser, arbeitet er schonender und verursacht keine starke Hitzeentwicklung, daher ist die Behandlung sehr schmerzarm. In den meisten Fällen ist es nicht notwendig, eine anästhesierende Salbe vor der Behandlung aufzutragen. Sollten Sie sehr schmerzempfindlich sein oder Angst vor Schmerzen während der Behandlung haben, sprechen Sie uns an. 

  • Wie läuft eine vaginale Laserbehandlung ab?

    Die Lasertherapie führen wir ambulant durch. Eine Sitzung dauert etwa 20 Minuten. Der Ablauf ähnelt einer gynäkologischen Untersuchung. Es ist in der Regel keine lokale Betäubung erforderlich, da der Laser keine starke Hitzeentwicklung erzeugt und die Behandlung schmerzarm ist. Bei bereits stark vorgeschädigter Haut empfehlen wir die Verwendung einer lokalen Betäubungscreme. Diese wird speziell für die Lasertherapie in einer Apotheke hergestellt und wird in der Praxis vor der Behandlung aufgetragen.

  • Wie häufig sollte die Behandlung erfolgen?

    Für gewöhnlich sind zwei bis drei Behandlungen im Abstand von vier bis acht Wochen ausreichend. Häufig können bereits nach der ersten Behandlung deutliche Verbesserungen festgestellt werden. Um eine dauerhafte Verbesserung der Beschwerden zu erzielen, empfehlen wir Erhaltungsbehandlungen im Abstand von 12-18 Monaten.


  • Was muss ich vor der Lasertherapie beachten?

    Vor der Behandlung mit dem Vaginallaser muss ein unauffälliger PAP-Abstrich vorliegen. Er darf nicht älter als 12 Monate sein. 


    Sollten Sie in der Vergangenheit eine Herpes-Infektion gehabt haben, sollte eine medikamentöse Prophylaxe vor und nach der Lasertherapie durchgeführt werden. 


    Wenn die Behandlung an der Außenseite der Scheide (Vulva) durchgeführt wird, ist es günstig, wenn der Bereich haarfrei ist. 

  • Was ist nach der Behandlung zu beachten?

    Die vaginale Lasertherapie hat ein geringes Komplikationsrisiko. Sie können nach den Laserbehandlungen wieder nach Hause gehen und müssen keine Ausfallzeiten befürchten. Selten kann es zu einer Erhöhung der Körpertemperatur bis zu einer fiebrigen Reaktion während des ersten Tages nach der Laserbehandlung kommen. Ein verstärkter Ausfluss von rosafarbenem vaginalem Sekret ist in den ersten Tagen möglich. Um Infektionen vorzubeugen, empfehlen wir in den ersten 72 Stunden nach erfolgter Behandlung auf Geschlechtsverkehr, Baden, Saunagänge und die Verwendung von Tampons zu verzichten.

  • Wann kann ich mit ersten Behandlungserfolgen rechnen?

    Nach der Behandlung beginnt das Bindegewebe zu regenerieren, wodurch es wieder gefestigt wird. Positive Ergebnisse werden oftmals bereits nach der ersten Behandlung erzielt. Um eine längerfristige Verbesserung zu gewährleisten, werden 2 bis 3 Behandlungen im Abstand von 4 bis 8 Wochen empfohlen. Je nach Verlauf, kann nach etwa einem Jahr eine weitere Behandlung angeschlossen werden, um die dauerhafte Wirkung zu erhalten.

  • Wer trägt die Kosten für die vaginale Lasertherapie?

    Viele private Krankenkassen erstatten die Kosten der Therapie. 

    In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsverbund Nord übernehmen einige gesetzliche Krankenkassen die Kosten der Lasertherapie im Rahmen der besonderen Versorgung. Mit diesen ist eine direkte Abrechnung möglich. Ob Ihre Krankenkasse im Verbund organisiert ist, erfahren Sie auf der Seite des Gesundheitsverbundes Nord. Nicht im Gesundheitsverbund Nord organisierte gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine vaginale Laserbehandlung häufig nicht standardmäßig, einige von ihnen bieten jedoch individuelle Mehrleistungen an und gewähren auf Antrag Zuschüsse oder Erstattungen für alternative Heilmethoden. Gerne unterstützen wir Sie hierbei beratend.


    Da die Kostenübernahme von den Krankenkassen so unterschiedlich ausgestaltet ist, bitten wir um Verständnis, dass die Kosten für die Behandlung in allen Fällen - mit Ausnahme der Krankenkassen im Gesundheitsverbund Nord - zunächst von der Patientin in der Praxis bar oder per EC zu begleichen sind. Die Rechnung für die Selbstzahlerleistung können Sie dann bei Ihrer Krankenkasse zur Kostenerstattung einreichen.